Konken: „Brüsseler Behörden treten Pressefreiheit mit Füßen“

„Die Brüsseler Behörden treten die Pressefreiheit mit Füßen.“ Mit diesen Worten reagierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken auf die erneute Durchsuchung des Brüsseler Stern-Büros am heutigen Vormittag. Konken schloss sich damit dem Protest des Generalsekretärs der Internationalen Journalistenvereinigung (IFJ), Aidan White, an. „Auch wenn es in Belgien bisher keinen gesetzlichen Schutz für Journalisten und deren Unterlagen gibt, ist die erneute Durchsuchung des Stern-Büros ein klarer Verstoß gegen die Pressefreiheit, die als demokratisches Grundrecht in jedem Mitgliedstaat der EU – und damit auch in Belgien – ohne Einschränkung gelten muss.“


Das Stern-Büro des Brüssel-Korrespondenten Hans-Martin Tillack war schon einmal im März durchsucht worden. Damals waren mehrere Kartons mit Redaktionsmaterial beschlagnahmt worden, und der als EU-kritischer Journalist bekannte Tillack hatte sich einem stundenlangen Verhör stellen müssen. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, einen EU-Beamten bestochen zu haben, die als Grund für die Durchsuchungen gelten, hat Tillack bisher klar zurückgewiesen.


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